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12.5 Sagt Turnierareal = Spielbereich, Toiletten und weitere. Die Toiletten sind somit ausdrücklich nicht Spielbereich (Gott sei Dank). Dadrunter steht aber auch wer am Zug ist darf den Spielbereich nicht verlassen !!! Daher meine Interpretation.
Zum Fall zurück. Kaum eine Gastgeber definiert das Turnierareal, insbesondere beim Thema Raucher steht man ja recht häufig auf der Straße. Bleibt noch die Frage des telefonieren selbst. Nach 3 Zügen unterstelle ich keinen Manipulationsverdacht, ähnlich früh war der kleine Ausflug von Schachfreund Anhalt bei uns. Aber Regel ist Regel, man kann diesen Verstoß reklamieren.
Da ich von Chessmaster gebeten wurde hier eine Regelerläuterung zu machen hier also meine Regelerklärung:
Wir spielen in dem Schachkreis Rhein-Wupper nach der BTO des Schachbundes NRW. In der BTO steht als erstes das die Regeln der FIDE gelten, es sei den die BTO sagt etwas anderes. Die BTO gilt übrigens nur in NRW und ist NICHT die Turnierordnung des DSB. Das wird leider oft verwechselt.
Was die Handy-Regelung angeht, so hat die BTO ganz klare Auslegungen, die in 6.7 und 12.2 sowie der Zusatz Nr.52 der BTO geregelt sind.
Der Fall in Schlebusch fußt aber auf der Tatsache, das es jedem Spieler untersagt ist das Turnierareal zu verlassen, ohne dem/den Schiedsrichter/n Bescheid zu sagen. In dem Fall beiden Mannschaftsführeren, was nicht erfolgte. Was unweigerlich den Verlust der Partie zu folge haben muss, laut BTO, da der Verdacht der Vorteilserschleichung hier zutrifft.
Weiterhin gibt es zur Regel 6.7 der BTO eine Grundsatzentscheidung des Bundesspielausschusses, Nr 52 vom 21.10.2004der besagt, das mitgeführte Handy's ausgeschaltet sein müssen, ihre Benutzung ist untersagt und führt grundsätzlich zum Partieverlust.
Desweiteren führt das Verlassen des Turnierareals und das benutzen des Handy's ohne Einverständnis des/der Schiedsrichter auch zum Verlust der Partie.
Und
letzendlich ist es weiterhin verboten auch nur den Anschein zu erregen sich einen Vorteil zu verschaffen, oder die Regeln zu brechen, wie auch immer geartet.
Denn man kann nicht sagen was der betreffende Spieler ausserhalb des Turnierareals gemacht hat, weder am Handy noch ob er sich mit irgendjemanden getroffen hat. Natürlich will ich hier niemandem etwas unterstellen, aber wie gesagt, schon der Anschein eines Regelverstoßes ist schon nicht zulässig.
Was die Vermutung von chessmaster angeht, er habe heute mehrfach die Regel 12.5 verletzt ist unbegründet, da die Toiletten zum Turnierareal dazu gehören, und es muss daher nicht gefragt werden ob man diese Bereiche benutzten darf. Dies ist selbstverständlich. Man darf so oft auf die Toilette wie man will, siehe bei der WM mit dem Toilettenskandal.
Was das mitbringen des Handy's angeht, so ist eins ganz klar zu unterscheiden.
Da wir nach der BTO spielen ist das mitbringen geduldet. Es muss aber ausgeschaltet sein. Wenn wir aber ein Turnier ausrichten würden, was nach Fideregeln gespielt werden muss, weil es zur ELO-Auswertung eingereicht werden soll, oder gar mit Titelnormen oder dergleichen "ausgestattet" ist, so ist das mitbringen laut FIDE-Regeln nicht erlaubt. Wo aber kein Ankläger da auch kein Richter. Und wenn der Schiedsrichter es duldet, das Handy's mitgebracht werden, diese aber ausgeschaltet sind, so ist dies glaube ich im Rahmen des Erlaubten.
So um das noch mal zu erläutern, das mitbringen von Handy's hier im Schachkreis ist geduldet, und solange sie ausgeschaltet sind passiert auch nichts.
Sollte mal der Fall eintreten, das man mal telefonieren muss, so ist dies "erlaubt" mit Absprache der/des Schiedsrichter/s (Mannschaftsführer) genauso wie das kurzzeitige Verlassen das Spielareals. Auch hier "erlaubt" wenn der/die Schiedsrichter Bescheid wissen.
Und es wird auch niemand etwas dagegen haben, wenn solch ein Fall vorher abgeklärt wurde.
Und als Fazit würde ich der Masse der Spieler mal empfehlen sich die FIDE-Schach Regeln und die BTO mal durchzulesen. Das vermeidet zukünftig Meinungsverschiedenheiten, und gewährleistet einen ruhigeren Turnierverlauf.
Und im Zweifelsfall, wenn irgendwas im Vorfeld nicht stimmig ist bezüglich der Regeln, so sollte man sich an unseren Turnierleiter Frank Hoffmann wenden, der im übrigen letztens einen Schiedsrichterlehrgang absolviert hat. Denn letztendlich gilt in erster Linie was der Turnierleiter des Kreises, bzw. in zweiter Linie der Turnierausschuss sagt.
Es gab vor garnicht alzu langer Zeit in der Regionalliga einen Fall der sehr ähnlich dem Vorfall in Schlebusch ist, wo auch ein Spieler das Turnierareal verlassen hat um zu telefonieren mit seinem Handy. Dieser Spieler hat dann "Klage" eingereicht vor dem zuständigen Turnierausschuss mit der Begründung das er ja ausserhalb des Turnierareal telefoniert hätte, und damit dieser Gegenstand nicht mehr Fall für den Turnierausschuss sein könne, worauf man ihm erklärte, das
man ein Vergehen nicht mit einem abschwächen könne, oder ungeschehen machen könne. Auch in diesem Fall wurde die Partie mit Verlust des Sünders bestraft.
So ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkle bringen.
Gruß
Capablanca
Ich bin Heute auf einen Vorfall aufmerksam gemacht worden der beim Kampf Schlebusch - Monheim vorgefallen ist. Dazu gibt es eine durchaus interessante Stellungnahme auf der Monheimer Homepage, hier als direkter Link.
Den erwähnten 12.5 habe ich glaube ich Heute mehrfach selber verletzt. Hätte wohl dann meinen Turnierleiter den leichten Durchfall vor Beginn der Partie melden müssen, Ausnahmen scheint die Regel aber nicht zu kennen.
BTO und Fide sind beim Thema Handy scheint es auch nicht einer Meinung. Bei dem einen gibt es ein Verbot des mitbringen, bei dem anderen nur ein Verbot des klingeln und ein Gebot des ausschalten. Das mitbringen in der heutigen Zeit zu verbieten ist großer Unsinn und nicht praktikabel. Ich würde wetten auch die meisten Schlebuscher hatten ihr Handy in der Tasche. Mag mich irren, glaube es aber eigentlich nicht. Wenn es keine neuere BTO Version gibt müsste aber eigentlich BTO vor Fide den Vorrang haben. Darf Herr Granz mal diskutieren, wofür haben wir den teuer ausbilden lassen.
Meine allerdings unsere Turnierleitung hat in diesem Thema auch mal speziell etwas geschrieben. Hab allerdings vergessen was.
Ansonsten dachte ich immer der Versorgungsbereich in Schlebusch ginge bis zur Eis-Diele. Bisher habe ich auch nur ein einziges mal eine Ankündigung/Definition gehört was denn das Turnierareal sei. Von Herrn Granz, irgendwann in der laufenden Saison. Das frische Turnierleiter Seminar, welches auch von dem Schlebuscher Kontrahenten in Monheimer Protest Fall besucht wurde zeigt halt noch seine Wirkung.
Na ja. Wie lautet der schöne Spruch. Vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand. Man sollte vor einem notwendigen Telefonat vielleicht einfach mal kurz mit dem Gegenspieler und den Mannschaftsführern reden. In Bezug auf Regeln sollten wir alle ein wenig vorsichtig sein auch wenn ich das Korinthen kacken bei meinem liebsten Spiel auf den Tod nicht leiden kann. Was bleibt bei den m.E. nicht ganz eindeutig formulierten Regeln als eine Verlust Entscheidung für Monheim? Ich sehe keine Alternative für unseren Turnierleiter. Zur Klarstellung kann man den Fall ja mal weitergeben. Es gibt ja genügend Ausschüsse die sich mit so etwas beschäftigen. Das Thema "Kurzfristige Spielabsage Aufgrund höherer Gewalt" ist auch beim 1. Spielleiter NRW gelandet.
p.s. wir hatten übrigens gegen Monheim auch mal kurz einen Protest überlegt. Der persönliche Weck-Service von Schachfreund Anhalt war auch nicht ganz korrekt.
Die Wohnung seines Schachfreunds war mit Sicherheit auch außerhalb des Areals wobei es uns so ziemlich egal war. Andere sehen es aber anders und auch wir werden manche Entscheidungen von Fall zu Fall fällen.
Da fehlte noch eine kleine Einstellung um die Sortierung nach Brettpunkten anzuzeigen. Jetzt korrigiert. Die Aussage ist dennoch falsch da bei Auf-/Abstiegs-Plätzen unter den punktgleichen nochmals eine Tabelle aus den direkten Vergleichen untereinander gemacht wird. Damit sind Brett-Punkte eigentlich wurscht, Ausnahme wenn diese gegen punktgleiche Gegner errungen wurden.
Wollte bis zur neuen Saison ein neues Modul programmieren, muss mich dazu allerdings erstmal aufraffen. Da unser CMS gerade einen kräftigen Versions-Sprung macht warte ich noch auf das finale Release um mal wieder ordentlich Zeit zu investieren.
Tabelle hier
Keine kampflose Partie
Nichts weiter. Nur das ich in der Eröffnung reichlich Bauern abgegeben habe um Entwicklungsvorsprung und Initiative zu kriegen. Könnte man schon fast Gambit zu sagen.
So kam es, dass wärend alle anderen noch in der Eröffnung waren, ich bereits nach einer Mattkombination suchte. Leider fehlte es mir an Ideen, um die Stellung meines Gegners weiter zu öffnen bzw. zu verschlechtern. Zu dem Zeitpunkt verzeichnete ich drei Minusbauern, also musste schon was ordentliches bei dem Angriff rauskommen, sonst hätt ich verdammt alt ausgeschaut. Alle Anwesenden gingen bei dem Blick auf unsere Partie wohl zu Recht davon aus, das ich wohl der erste sei der seine Partie erfolgreich beendet. Tatsache war jedoch leider, dass ich zwar, auch durch etwas Mithilfe des Gegners so viel Material erbeuten konnte, dass ich letztlich mit einer Qualität mehr ins Endspiel gehen konnte, welche ja letztlich glücklicherweise auch zum Sieg gereicht hat, aber dann nach über vier Stunden der letzte war. So manches mal musste ich aus dem Hintergrund verzweifeltes Seufzen und Aufstöhnen vernehmen, da wohl aus mir jeder Anwesende zahlreiche viel schnellere Entscheidungen gesehn hat. Das gequälte Stöhnen kam übrigens nicht nur aus den eigenen Reihen, der Kampf war schließlich entschieden gewesen und auch die Hitdorfer hatten keinen Bock mehr und wollten nach Hause.
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